Verbindungselemente

Technische Informationen / Technické informace Geschichte / Historie 12 Geschichte Entstehung • Das Schraubenprinzip kennt man spätestens seit ca. 250 v. Chr.: Mit der berühmten Archimedischen Schraube wurde Wasser befördert. • (Hölzerne) Schraubenspindeln wurden auch in Weinpressen, in der Tuchherstellung, der Münzprä- gung und später im Buchdruck eingesetzt. • Schrauben als Verbindungselemente sind ebenfalls aus der Antike überliefert – z. B. als kleine Halter an Gewandnadeln (Zwiebelknopffibeln) im römischen Reich des 4. Jahrhunderts. Aber auch an medizi- nischen Geräten sind sie zu finden. Moderne • Mit der steigenden Anforderung an die Schraube im Bahn- und Maschinenbau gewannen die Qualitätssicherung sowie der Wunsch nach gemeinsamen Qualitätskriterien immer mehr an Bedeutung: Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) führte 1859 ein einheitliches Maßsystem für Gewindeabmessungen ein. • In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bildeten sich immer mehr Schraubenantriebe, aber auch neue Ferti- gungsverfahren (z. B. Kaltverformung, spanlose und spanende Fertigung) und Werkstoffe heraus. • 1964 wurde das metrische ISO-Gewinde eingeführt. Es ist weltweit die führende Gewindenorm. Daneben gibt es noch einige zöllige Gewinde – z. B. das Whitworth-Gewinde in England und weitere. Entwicklung • Am Ende des 17. Jahrhunderts entstanden aufgrund der steigenden Nachfrage die ersten Schraubenschmieden. Sie stellten Schrauben in geringer Stückzahl manuell durch das Warmschmie- deverfahren her. • Während der Industrialisierung – seit Mitte des 18. Jahrhunderts – entstanden daraus die ersten Fabriken. Die Schraube wurde zum preiswerten Massenartikel. Sie löste nun endgültig Keile und Niete als bislang bevorzugte Verbindungselemente ab. Schraubenformen gibt es schon in der Natur shop.ploberger.net Verbindungselemente / Spojovací materiál 574 12

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